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Donnerstag, 9. September 2010

Alles so schön bunt

Ich brauche eine TV-Therapie, denn langsam entwickle ich einen Leidensdruck. Selbst Talkshows wie Lanz, 3 nach 9 und Beckmann nerven mich. Die Gäste sind soo selbstverliebt und zufrieden mit sich und der Welt und die, dies nicht sind, haben ein Buch darüber geschrieben und wollen dies verkaufen. Es sind keine Skandale mehr zu erwarten, wie früher, nur noch nette, hübsche Menschen.
Bei Britt weiß ich schon gar nicht mehr, ob gerade eine Wiederholung gezeigt wird, oder eine neue Folge läuft. Hier gibt es nur noch 3 Themen: Lügendetektortest, Vaterschaftstest oder dick und sexy.
Dann die ganzen Fremdschämshows wie Bauer sucht Frau oder Schwiegertochter. Wenn man davon zuviel sieht, denkt man Deutschland muss voll sein von merkwürdigen Menschen.
Diese Aufzählung könnte ich endlos fortführen, aber ich kann nicht abschalten!
Ich habe schon als Kind den Fernseher zum Freund gehabt. Ich erinnere mich, dass ich als kleines Kind schon morgens auf die Sesamstraße gewartet habe. Ich habe alles gesehen, was es gab: von Black beauty über Flipper, Die Sendung mit der Maus, Löwenzahn, Biene Maja, Pinocchio, Lirum, larum, Löffelstiel, Robi, Tobi und das Flüwatüüt, Hase Cäsar, Ferienprogramm mit Anke Engelke, Pipi Langstrumpf, Michel Lönneberger, Die Weihnachtsserien, Augsburger Puppenkiste, Lassie, Herr Rossi sucht das Glück, Die Schlümpfe, Barbapapa und und und.
Etwas älter durften wir auch abends gucken. Ich kenne noch: Am laufenden Band und Dalli Dalli aber auch Aktenzeichen XY mit Peter Nidetzki oder so ähnlich. Da war es manchmal schwer, einzuschlafen, zumal unsere Haustür nicht richtig abzuschließen war, aber das ist eine andere Geschichte.
Jetzt bin ich mit dem Fernseher alt geworden und kann nicht mehr ohne ihn! Jetzt kommt mir nicht mit Arte und 3 Sat, das funktioniert nicht. Ich gucke durchaus auch diese Sender, aber es bleibt noch genug Zeit, den ganzen Müll zu gucken, um den ich nicht herumkomme. Beim Schrottgucken kann ich noch nebenbei andere Dinge tun, leider bekomme ich irgendwie trotzdem einiges davon mit.
Ein großes Dilemma, ich fürchte ich bin nicht therapierbar, selbst monatelanger Stromausfall würde mich nicht mehr heilen !

Mittwoch, 8. September 2010

pc schwarz/weiß

Gestern Nacht fiel mir siedendheiß ein, dass man: "wer hat Angst vorm schwarzen Mann" nicht mehr sagen darf. Ich Dussel! Aber ich schwöre, ich habe dabei nicht an dunkelhäutige Männer, sondern an schwarz gekleidete Männer gedacht. Als wir das Spiel: "Wer hat Angst..., Niemand! Und wenn er kommt? Dann laufen wir.." gespielt haben, habe ich mir immer schwarz gekleidete Männer, also so mit schwarzem Mantel und Schlapphut vorgestellt. Bei uns gab es gar keine dunkelhäutigen Menschen, so dass die dunkel gekleideten viel näher lagen.
Sorry, sollte sich jemand unangenehm angesprochen gefühlt haben!

Dienstag, 7. September 2010

Wer hat Angst vorm schwarz gekleideten Mann?

Während der WM hat jemand nachts an unserem Haus an der Satelittenschüssel diesen Kopf geklaut. Mein Hund hatte gebellt, ich bin wach geworden und hab den Dieb sogar sehen können.
Seitdem erschrecke ich, wenn mein Hund nachts bellt. So wie letzte Nacht. Ich wollte gerade einschlafen, als sie zu bellen anfing. Wie immer in einem solchen Fall, hab ich erst mal die Nachttischlampe angemacht und peng, ist die Glühbirne durchgeknallt. Boahh, da hatte ich erst so richtig einen Schock. In Gedanken sah ich meinen Mörder vor mir, der dafür gesorgt hatte, dass die Sicherung durchbrennt, damit ich ihn nicht sehe.
Nun, um es kurz zu machen, ich wäre mal wieder eher an einem Herzinfarkt vor lauter Angst gestorben. Kein Mörder weit und breit - Gott sei dank!
Ich sehe zuviel fern.

Montag, 6. September 2010

Ach Mensch

Heute hätte ich, hätte ich ein Handy dabeigehabt, am liebsten den Hundeprofi Herrn Rütter angerufen! Was vor unserer "Schlechtwetter"-Pause noch wunderbar geklappt hat, war heute eine Katastrophe!
Mein kleiner Hund kann plötzlich nicht mehr an der Leine neben dem Fahrrad herlaufen. Sie läuft vorweg, macht plötzliche Seitenwechsel, bleibt abrupt (falsch geschrieben?) stehen, ich hatte sogar die Leine mit einem Mal zwischen Reifen und Schutzblech.
Bin heute durch ein Waldstück gefahren und da muss sie an die Leine!
Aber damit nicht genug! Auch an der Hauptstraße konnte sie vor wenigen Wochen noch auf dem Radweg bleiben - heute ist sie immer wieder in Richtung Fahrbahn abgedriftet, also mußte ich sie auch hier an die Leine nehmen und wir hatten wieder die gleichen Probleme.
Die Autofahrer hatten bestimmt schon lange nicht mehr so gute Unterhaltung auf dieser Strecke.
Ich denke, ich muss mal wieder von vorne anfangen mit der Hundeerziehung. Unsere Prinzessin ist sich sicher, die Richtung angeben zu müssen, glaube ich. Herr Rütter, liest du zufällig diesen blog? Dann gib mir bitte einen Tip! Danke

Sonntag, 5. September 2010

Tiefer Fall

Gestern lief im TV auf RTL die Show, in der D-F Promis peinlich dumme Fragen beantworten mussten und wer falsch lag, wurde aus hoher Höhe in den Pool geworfen. Vor kurzem haben andere C-F Promis, ich glaube auf RTL2, sich wie Tiere verhalten. Wer sich wie dem jeweiligen zugeordnetem Tier am ähnlichsten verhielt, hatte gewonnen. Porno-Anina suhlte sich im Schweinedreck und aß aus dem Schweinetrog.
Wie kann man soo tief sinken, warum machen die das nur? Das Dschungelcamp ist nichts dagegen und das Promi-Dinner hoch intellektuell.
Und warum bin ich so doof und gucke diesen Müll?

Samstag, 4. September 2010

Vorbild

Ich sollte mir ein Beispiel an meinem Hund nehmen. Als wir beim Tierarzt waren, war der ganz begeistert über die Muskeln meines Hundes. Wahrscheinlich hat er gedacht, komisch, dass das so gar nicht auf die Halterin abgefärbt hat. Aber mein Hund kann ganz alleine laufen. Ich werfe mit der genialen Wurfmaschine (mit dem Ding wirft man mind. 5mal weiter als ohne) und mein Hund läuft.
Heute waren wir endlich mal wieder mit dem Rad unterwegs - nur die kleine Runde. Nach erst zuviel Sonne und dann zuviel Regen war das Wetter heute fahrradtauglich. Natürlich gabs für mich eine Belohnung in Form eines kalorienhaltigen Heißgetränks (Cappuccino).
Und auch hier müßte ich mir ein Beispiel an meinem Hund nehmen. Wenn sie viele Leckerchen bekommt, läßt sie ihr Futter stehen. Sie achtet sehr auf ihre Figur. Sie sortiert sogar im Trockenfutter die Bröckchen aus, die ihr nicht soo schmecken, die frißt sie dann erst, wenn der Rest alle ist und sie noch Hunger hat.
Im nächsten Leben werde ich vielleicht Hund - nein, ich glaube nicht.

Freitag, 3. September 2010

Idyllisch oder langweilig

Normaler Weise sagen sich bei uns Fuchs und Hase gute Nacht. Vorletzte Nacht sagten sich aber Hund und Igel hier gute Nacht.

Ein eindeutiges Zeichen: Wir haben Herbst! Also habe ich gestern schnell noch alles fotografiert, was irgendwie nach Sommer aussieht. War auch schön warm, konnte in der Sonne sitzen und lesen. Hab die vermutlich letzten Himbeeren gepflückt und den Schwalben zugesehen.
Später hab ich noch Brombeeren gepflückt und Grütze davon gekocht. Übrigens muss man Brombeeren kochen, da vorbeilaufende Füchse diese mit ihrem Urin mit dem Fuchsbandwurm infizieren könnten. Ich habe aber mal irgendwo gehört, Fuchsurin würde nach Veilchen duften. Diesen Geruch habe ich beim Pflücken nicht wahrgenommen. Bevors jetzt ganz eklig wird, bei uns laufen die Füchse nur im Wald herum, also keine Gefahr! Die Grütze war köstlich!
Ein idyllisch/langweiliger Tag meines Lebens.

Donnerstag, 2. September 2010

Des Wahnsinns fette Beute...

Gestern war ich bei meinem besten Kumpel zum Kaffee. Er ist nicht mehr derselbe. Seit 8 Jahren ist er schizophren. Früher, als ich ihn kennenlernte, war er einer der coolsten der Stadt.
Heute läßt er sich gehen, rasiert sich nicht, trägt Jogginghose, Haare läßt er wachsen und trinkt am hellichten Tag Bier.
Solange er seine Medikamente nimmt, kann man sich meistens mit ihm unterhalten, obwohl sich seine Gedanken fast ausschließlich um ihn selbst drehen und er vergißt nach 2 Sätzen wieder, was man ihm erzählt hat. Man kann ihm 2mal dieselbe Sache erzählen, ohne dass er es merkt.
Nimmt er seine Medis nicht mehr, wirds skurril. Er hat mir schon von Außerirdischen erzählt, wie man Buchstaben in Gut und Böse unterteilt und dass ihn Menschen mit dem bösen Blick verfolgen.
Das ist gruselig, vor allem, wenn man ihn doch von früher kennt. Er war ein Mädchenschwarm, Musiker,  unterhaltsam und gesellig.
Nach einer Stunde war ich wieder weg.

Mittwoch, 1. September 2010

Ich bin selten!

Vor ein paar Jahren habe ich an einem Seminar teilgenommen. Ziel war es ein Präferenzprofil nach dem Myers-Briggs-Typenindikator zu erstellen.
Mein Ergebnis: INTP! Das heißt ich bin ruhig, zurückhaltend, schneide in Examen gut ab, denke logisch, bin kein Freund von Partys und Geplauder, zeige nach außen meine intuitiv wahrnehmende Seite, verlasse mich innen auf mein analytisches Urteil.
So, und das ist jetzt extrem selten! Nach diesem Briggs-Modell gibt es 16 verschiedene Typen, aber meine Kombi kommt nur zu einem Prozent vor.
Manchmal erinnere ich mich an diesen Test, nämlich, wenn ich mir so anders vorkomme. So kommt darin zum Beispiel vor, dass ich mich vor die Wahl gestellt zwischen Taktgefühl und Wahrheit, gewöhnlich für die Wahrheit entscheide. Mir kommt das ganz normal vor, aber wahrscheinlich machen das nicht viele so. Ich versuche seitdem ich das weiß, vorher zu überlegen, welche Auswirkungen meine Wahrheit haben könnte. Das ist anstrengend und klappt auch nicht immer. Ich selbst sehe der Wahrheit immer ins Auge und wenn mir jemand sagt, du bist aber dick geworden, kann ich darauf meine Schilddrüsengeschichte auspacken, das ist mir lieber, als wenn jemand taktvoll darüber hinweggeht und schief guckt.
Das ist aber nur ein Beispiel.
Ich bin anders als die meisten. Ist das jetzt Fluch oder Segen? Kann man darauf stolz sein?