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Sonntag, 27. August 2017



Traurig

Seit einem halben Jahr schon bin ich wieder allein mit meinem Hund. Ich bin immer noch traurig. Manchmal, wenn ich allein bin, fange ich an zu weinen. Dann kann ich gar nicht mehr damit aufhören.
Ich hatte so sehr an uns geglaubt. Ich dachte, seine Worte wären wahr und allzeit gültig. Wenn ich wenigstens wüsste, weshalb es aus ist. Bis jetzt weiss ich nur, dass er meinen Sohn nicht mag und nicht erträgt, wenn er da ist. Das kommt aber nur alle 3 Monate mal vor, denn er lebt ja gar nicht mehr bei mir.
Vielleicht macht es es auch schwerer, weil wir uns noch häufig sehen. Hauptsächlich kommt er vorbei, um den Hund zu verwöhnen, aber er bleibt immer, bis es Schlafenszeit ist. Dann ist es fast wie früher, nur jegliche Berührungen gibt es nicht mehr.
Er mäht mir den Rasen, macht Reparaturen, oft frühstücken wir zusammen, kochen oder grillen zusammen oder gehen auch auf Stadtfeste gemeinsam. Es gab bisher noch keine ganze Woche, in der wir keinerlei Kontakt gehabt hätten.
In dieser Zeit ist auch noch meine Mama gestorben. Und auch da war er für mich da, er war bei der Beerdigung an meiner Seite.
Aber er macht überhaupt gar keine Anstalten, darüber hinaus auf mich zuzugehen.
Manchmal habe ich das Gefühl, nur wirklich zu leben, wenn er gerade da ist.

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