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Samstag, 11. November 2017

andere Baustelle



Innerhalb der letzten 2 Jahre sind meine Eltern gestorben.
Zuletzt meine Mama im Juli diesen Jahres. Wir sind 3 Schwestern, wobei die älteste einen anderen Papa hat. So und jetzt geht es natürlich ums Erben. Eigentlich alles gut, meine Zweitschwester und ich sind uns komplett einig, aber die Älteste ist leider etwas dümmlich und fühlt sich ständig benachteiligt. Dabei ist die Rechnung einfach: alles wird verkauft und dann geht es nach Abzug der Verbindlichkeiten durch drei.
Nun hat sie einen Anwalt eingeschaltet und keiner weiss, was der regeln soll, mal abwarten, was da noch kommt.
Ich halte sie für dumm und unverschämt, selbst wenn am Ende nur eine Tafel Schokolade dabei rauskäme, ist es mehr, als wir vorher hatten! - Und meine Eltern haben dafür hart gearbeitet!

Ich rate jedem: Verballert euer Geld, wenn es mehr als einen Erben gibt, ansonsten gibt es IMMER Streit!

Ich habe seinem eine Schwester weniger - was allerdings weniger schlimm ist.

Montag, 6. November 2017





Heute vor 7 Jahren


Wenn aus Gedenktagen Alltage werden. Heute vor 7 Jahren, heute vor 7 Jahren. Das erste mal ohne Feierlichkeit, sogar ohne ein Wort...

Was hab ich heute gemacht: Stundenlang beim Arzt gesessen, für Essen für die ganze Woche gesorgt, geschlafen und um den Hund gekümmert.

Ohne krank (Bronchitis) müsste ich jetzt Laternelaufen.

So, jetzt mach ich mir wieder was zu essen und dann wieder ab zu Bett.

Gute Nacht

Samstag, 4. November 2017



der neue Alltag



Gestern waren wir shoppen. Er ist gefahren, er hat die Taschen getragen, er hatte nichts davon. Er hat für sich nur kurz geguckt und nichts gefunden. Er hatte Brötchen mitgebracht und Kuchen und abends hat er sogar gekocht. Er hat den Glühwein erhitzt und serviert.

Aber wie immer kurz vor Schluss des Spielfilmes steht er auf, geht nochmal mit dem Hund und verabschiedet sich.

Ende der Geschichte bis zum nächsten mal.

Das nächste mal kann Tage dauern, man weiss es nicht.

Vorgestern haben wir den Geburtstag des Hundes gefeiert. Mein kleiner Hund hat mehr Geschenke bekommen als ich zu meinem Geburtstag. Sie ist jetzt 10.

Dienstag, 10. Oktober 2017



es wird weiter gejammert 



Seit mehr als einem halben Jahr kreisen meine Gedanken nur um das eine Thema. Das ist doch nicht mehr normal?!
Bei der Arbeit bin ich sehr gut abgelenkt und auch fröhlich, selbst wenn ich davon spreche, allein zu sein.
Aber am Wochenende und auch abends fällt mir die Decke auf den Kopf. Am Sonntag war hier super Wetter, aber ich habe es nicht geschafft, das Haus weiter als 3m zu verlassen.
Jetzt hat er sich seit letzten Donnerstag nicht mehr gemeldet und ich leide. Wenn ich sehe, dass er online ist oder wann er es war, male ich mir aus, mit wem er wohl geschrieben hat und ob es jetzt soweit ist, dass ich endgültig abgeschrieben bin.
Ich weiss, dass es aus ist, aber ich weiss nicht, warum. Er hat früher immer gesagt, er würde mich mehr lieben, als ich ihn. Und nun? Nichts mehr davon da?! Ich kann es einfach nicht verstehen.

Ich bin immer noch mehr von ihm genervt, als er von mir. Dennoch scheint er ja ohne mich glücklicher zu sein. Wir können immer noch zusammen lachen und sehr sehr viel gemeinsam machen, nur angefasst wird sich nicht mehr.

Am liebsten würde ich mich wegbeamen ins Weltall

Montag, 25. September 2017

Millionär



Dialog:
Wir fahren an einem Autohändler vorbei.
Er: Wenn ich in so einem Auto zu dir komme, weisst du, ich hab im Lotto gewonnen.
Ich: Wenn du im Lotto gewinnen würdest, würdest du nicht mehr kommen.
Er: Ich würde den Hund abholen.

Das ist nicht lustig, das ist traurig! In diesem Monat sind es sieben Jahre, die wir uns wieder kennen.
Wir streiten uns nie. Haben zu den selben Dingen Lust, sind meistens einer Meinung, verstehen uns gut, können viel gemeinsam unternehmen, aber er ist nicht mehr wegen mir hier.

Obwohl er immer nach Gründen sucht, um hierher zu kommen. Er mäht den Rasen, er streicht die Aussenwand, er hilft beim Entrümpeln, er will mit mir einen Flohmarkt machen, er bestellt Sachen, die er dann hierher liefern lässt. Das macht er alles, ohne dass ich ihn darum bitte. Ich bitte ihn nur darum hierher zu kommen, wenn sonst der Hund zu lange allein wäre.

ABER, er kommt nicht zu MIR...

Sonntag, 17. September 2017





Hier ist schon November



Jetzt kommt eine Zeit auf mich zu, in der ich viel allein sein werde. Ich werde den Hundesitter, also Ex, seltner benötigen, also wird er seltener hier sein.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben.
Ich hab festgestellt, dass es gar nicht mal so ist, dass ER mir so sehr fehlt, das auch, aber noch schlimmer ist der Gedanke, dass es nun für immer so bleiben wird.
Man kann mich nicht lieben. Wenn er das nicht mal kann - bei ihm hatte dafür alles gestimmt - dann kann es niemand und konnte ja auch bisher niemand wirklich bzw. dauerhaft.
Das ist schon scheisse! Ich selber finde mich gar nicht so schlecht, aber irgendwas scheint ja mit mir nicht zu stimmen.
Leider weiss ich immer noch nicht, was so scheisse an mir sein soll. Wir hatten nie Streit, er ist immer noch gerne hier, wir haben fast täglich Kontakt. Aber heute zum Beispiel sitzt er lieber bei sich auf dem Sofa und ich allein hier. Warum?

Samstag, 9. September 2017



genervt


Momentan ist er noch öfter hier, weil ich so viel arbeiten muss und er sich dann auch um den Hund kümmert. 
Aber, wenn ich dann daran denke, dass er nur hier sitzt, weil es hier gemütlicher ist, weil der Hund hier ist, weil das Essen hier besser schmeckt und weil er nur hier WLan hat, womit er dann bei Facebook auf singleseiten gucken kann, bin ich genervt.
Er ist ja nicht wegen mir hier!
Dann kann ich auch gleich alleine sein!

Samstag, 2. September 2017



noch nicht durch





Ich weiss immer noch nicht, warum! Es geht ihm nicht besser ohne mich und mir nicht besser ohne ihn.

Wenn er allein ist, macht er, soweit ich weiss, gar nichts. Er sieht fern, geht arbeiten, Internet und ab und zu angeln. Er kocht sich nicht mal was leckeres. Er hat keine Freunde und ausser seiner Vermieterin und Arbeitskollegen niemanden zum Schnacken. Im Handy hat er nur 3 Kontakte. Vielleicht will er ja seine Ruhe haben, aber dafür ist er wiederum zu oft hier.

Ach, es ist so müssig, darüber immer wieder nachzudenken.





Sonntag, 27. August 2017



Traurig

Seit einem halben Jahr schon bin ich wieder allein mit meinem Hund. Ich bin immer noch traurig. Manchmal, wenn ich allein bin, fange ich an zu weinen. Dann kann ich gar nicht mehr damit aufhören.
Ich hatte so sehr an uns geglaubt. Ich dachte, seine Worte wären wahr und allzeit gültig. Wenn ich wenigstens wüsste, weshalb es aus ist. Bis jetzt weiss ich nur, dass er meinen Sohn nicht mag und nicht erträgt, wenn er da ist. Das kommt aber nur alle 3 Monate mal vor, denn er lebt ja gar nicht mehr bei mir.
Vielleicht macht es es auch schwerer, weil wir uns noch häufig sehen. Hauptsächlich kommt er vorbei, um den Hund zu verwöhnen, aber er bleibt immer, bis es Schlafenszeit ist. Dann ist es fast wie früher, nur jegliche Berührungen gibt es nicht mehr.
Er mäht mir den Rasen, macht Reparaturen, oft frühstücken wir zusammen, kochen oder grillen zusammen oder gehen auch auf Stadtfeste gemeinsam. Es gab bisher noch keine ganze Woche, in der wir keinerlei Kontakt gehabt hätten.
In dieser Zeit ist auch noch meine Mama gestorben. Und auch da war er für mich da, er war bei der Beerdigung an meiner Seite.
Aber er macht überhaupt gar keine Anstalten, darüber hinaus auf mich zuzugehen.
Manchmal habe ich das Gefühl, nur wirklich zu leben, wenn er gerade da ist.